3D Kino: Ein Erlebnis?

Nachdem ich am Samstag aus dem Film „der Vorleser“ kam, hatte ich im Anschluss daran noch eine Kinokarte für den Film „Die Reise Zum Mittelpunkt Der Erde“. Dieser Film läuft zurzeit in den Innenstadtkinos in 3D.
Vor dem Betreten des Kinosaals wurden uns am Verpflegungsstand die 3D Brillen übereicht.
Im Metropol-Kino wird mit Shutterbrillen gearbeitet. Leider passt die Brille nicht über meine optische Brille, so dass ich den Film ohne optische Brille angeschaut habe. Auffallend war auch, dass Brillen putzen nicht zur Aufgabenbeschreibung der Mitarbeiter des Kinos gehört. 🙁
Beim betreten des Saales wurden wir dann vom Bild eines Computerdesktops auf der Leinwand begrüßt. Als der Film starten sollte, schloss sich der Vorhang und es passierte erst einmal 20 Min. nichts.
Ca. 30 Minuten nach dem eigentlichen Filmstart wurden dann bei geschlossenem Vorhang mehre Versuche unternommen den  Film zu starten. Mal flackerte das Bild unerträglich, mal war kein 3D da, und mal flackerte es etwas weniger. Nach weiteren 5 Minuten schienen die Einstellungen zu passen und der Vorhang ging auf und der Film startet ohne Werbung.

Vom ersten Logo der Produzentenfirma an war der Film in 3D, und so konnten wir die Schriften des Vorspanns auch schon bis zu unseren Nasen verfolgen. Noch in den Eingangssequenzen wurde uns mit den Fühlern  einer urzeitlichen Kakerlake, die sich „bedrohlich“ in unsere Richtung verlängerten, gezeigt wohin die Reise geht.

Nun folgte der Einstieg in die Handlung und es war wirklich eindrucksvoll zu sehen, dass die Schauspieler vor einem Hintergrund spielten der tatsächlich im Hintergrund war. Das Bild  entsprach in Schärfe und Kontrast einer 2D-Digitalprojektion und flimmerte nicht.

Leider kommen wir nun auch schon zu den negativen Seiten des Films, die mich bewogen das „Vergnügen“ nach ca.15 Min zu beenden.
•    Die Handlung war flach, und vorhersehbar.
•    Die Schauspieler wenig überzeugend
•    Der Film wurde alle gefühlten 30 sec. mit einem nervenden 3D Effekt versehen. Kugeln, Lineale, JoJos etc. flogen einem nur so um die Ohren.

Ich war wirklich neugierig auf das Erlebnis 3D-Film. Aber dieser Film gab meiner Euphorie einen gewaltigen Dämpfer.

Ein guter 3D Film besteht in erster Line aus einem guten 2D Film der ohne Effekte funktioniert, denn schon die plastische Darstellung der Bilder ist Effekt genug.  Sind dann hin und wieder sparsame Effekte eingebaut ist dies sicher eine Bereicherung für den Film.

Der vorliegende Film bestand fast nur aus Effekten mit einer umrahmenden Handlung. Das sah eher nach einer Machbarkeitsstudie als nach einem ernsthaften Film aus. So wird eine neue tolle Technik kaputtgemacht. Schade.

Da dieses Jahr noch weiter Filme in 3D in die Kinos (Liste der Filme und Kinos bei Heise) kommen werde ich noch den Einen oder Anderen Versuch starten, aber ich befürchte schlimmes.

Der Vorleser (Film)

Der Film ist wirklich sehenswert und toll gemachtes Kino. Das Einzige was mich massiv gestört hat ist, dass den amerikanischen Zuschauern zuliebe alle Bücher und Tafelanschriebe auf Englisch waren. (Der Film spielt in Deutschland).  Auch frage ich mich warum Hanna im Gefängnis auf Englisch schreiben und lesen lernt.  Aber davon abgesehen ist das, für mich, der beste Film des Jahres bis jetzt.